Petrochemische Industrie

Branchenkompetenz

Neben der Herstellung von Kraftstoffen für Fahrzeugmotoren verbergen sich viele weitere Alltagsprodukte hinter der Petrochemie, die man nicht sofort damit in Verbindung bringen würde. Die Petrochemie erzeugt auf Erdöl- und Erdgasbasis vielerlei chemische Grundstoffe, die die Grundlage für Kunststoffe, Lösemittel, aber auch Arzneimittel bilden. Petrochemie-Anlagen sind in der Regel direkt bei Raffinerien zu finden, um die Transportwege und damit die Kosten möglichst gering zu halten.

Was Petrochemie-Anlagen kennzeichnet, ist ein kilometerlanges Netzwerk aus unterschiedlichsten Rohren, um zunächst das Erdöl und Erdgas aus den Raffinerien in die Anlagen zu transportieren. Dort angekommen, werden die Rohstoffe in sogenannte Reformer-Öfen zur Katalyse geleitet und anschließend müssen die entstandenen Grundstoffe zur Weiterverarbeitung abtransportiert werden.

Überall wo Rohre zu finden sind, ist auch FOERSTER nicht weit. Werfen Sie mit uns einen Blick in die Petrochemie.

Anwendungsbeispiel

Dampfreformierung

Die Dampfreformierung ist ein Verfahren, bei dem wasserstoffreiches Synthesegas aus leichten Kohlenwasserstoffen erzeugt wird. Diese Herstellung findet im sogenannten Primärreformer statt.

Primärreformer findet man in vielen Raffinerien, Düngemittelwerken oder bei Methanolherstellern. Sie sind ein wichtiger und zentraler Bestandteil der Anlagen. Die eigentliche Dampfreformierung der Kohlenwasserstoffe erfolgt in Reformerrohren, die in den Reformern vertikal installiert sind.

Die Rohre bestehen aus hochlegierten Schleudergussmaterialien und sind mit auf Nickel basierendem Katalysator gefüllt. Da die Reaktion in den Rohren endotherm abläuft, ist eine externe Befeuerung notwendig. Diese wird durch Brenner gewährleistet, die an der Decke, an den Seiten oder auch am Boden angeordnet sein können – je nach Design des entsprechenden Reformers. Durch die hohen Temperaturen und Drücke unterliegen die Reformerrohre immensen Belastungen.

Bei diesen hohen Belastungen der Rohre ist eine regelmäßige Überprüfung besonders wichtig, um Rohraufweitungen und Risse sicher zu erkennen und deren Gefährlichkeit richtig zu bewerten. Denn die Verluste durch Ausfallzeiten, bedingt durch Leckagen an den Reformerrohren, sind wesentlich höher, als der Ersatz und die Montage von Neurohren.

Seit mehr als 25 Jahren wird daher das LEO-SCAN System erfolgreich bei Reformerrohrprüfungen eingesetzt. Mittels Wirbelstromverfahren wird die Wandstärke der Rohre komplett durchdrungen und auf kleinste Risse untersucht, wie sie zum Beispiel durch Überhitzung bei Brenner- oder Katalysatorproblemen entstehen können. Zusätzlich wird eine Aufweitungsmessung mittels Lasertechnik durchgeführt, da die Zeitstandsschädigungen in der Regel mit Aufweitungen verbunden sind.

Mit dem LEO-SCAN System können so pro Schicht ca. 250 Rohre geprüft werden. Sämtliche Prüfungen können übereinander gelegt werden, so dass man die Ergebnisse und deren Verlauf vergleichen kann. Da es in vielen Reformern Schäden in der Nähe des Bodens gibt, beginnt die Prüfung des Leo-Scan Systems bereits 20mm oberhalb des Bodens.

Für weitere Informationen zu unseren Dienstleistungen für die Prüfung von Reformerrohren in Chemieanlagen folgen Sie bitte dem Link: mp-ndt.de

Bild mit freundlicher Genehmigung von El Dorado Chemical Site, El Dorado, Arkansas; ein Unternehmen der LSB Industries