Öl- und Gasindustrie

Branchenkompetenz

Die Arbeit auf einer Bohrinsel oder auf einer Förderplattform gehört zu den körperlich anstrengendsten und gefährlichsten, die es gibt. Gleichzeitig ist unsere heutige Industrie und Gesellschaft auf Erdöl und Erdgas stark angewiesen. Viele Dinge des täglichen Lebens basieren - praktisch unsichtbar - auf Erdöl, von den Kunststofffasern unserer Kleidung, über die PET-Flasche, aus der wir täglich trinken, bis hin zum Lippenstift.

Umso wichtiger ist es, dass die Lieferkette ohne Ausfälle funktioniert. Dies fängt bereits bei den Ölbohrstangen an, die bei der Bohrung nach neuen Öl- und Gasfeldern zum Einsatz kommen. Für diese herausfordernden und extrem materialbeanspruchenden Anforderungen ist fehlerfreies Material unabdingbar. Ebenso wichtig ist fehlerfreies Material um gefährliche Umweltschäden, die durch Leckagen entstehen könnten, zu verhindern. Die jahrzehntelange Erfahrung von FOERSTER bei der Prüfung von warmgewalzten Stangen und Rohren macht uns zum perfekten Partner.

Lernen Sie nachfolgend mehr über die Prüfung von Ölbohrgestängen.

Anwendungsbeispiel

Ölbohrgestänge

Um an das schwarze Gold zu gelangen, müssen Bohrgestänge tief in die Erde vordringen.

Für eine mitteltiefe Bohrung von etwa 2000 m Tiefe werden circa 222 Stangen á 9 m benötigt. Nach jeweils 9 m muss eine neue Stange aufgeschraubt werden. Früher geschah dies von Hand, mittlerweile wird diese Arbeit von Maschinen übernommen – nicht zuletzt wegen der hohen Verletzungsgefahr. Der Wechsel einer Stange dauert heute 1,5 – 4 Minuten. Ist der Bohrmeißel verschlissen oder defekt, muss zunächst das gesamte Gestänge gezogen werden.

Das Material muss viel aushalten und beständig sein. Fehlerfreies Material, das den internationalen Normen entspricht, ist deshalb zwingend notwendig. Daher hat FOERSTER Prüfanlagen entwickelt, die speziell auf die hohen Anforderungen der Ölbohrgestänge zugeschnitten sind. ROTOMAT und TRANSOMAT untersuchen das Material zuverlässig auf Längs- und Querfehler. Zusätzlich kann das CIRCOSON WT die Wanddicke des Ölbohrgestänges überprüfen und damit die Qualität der Produkte gewährleisten.

Richtungsabhängiges Bohren verwendet einen Kompass, der – wie viele andere Sensoren auch - direkt im Bohrgestänge integriert ist. Um den Kompass nicht abzulenken, ist die Verwendung von amagnetischen Materialien hierbei unerlässlich und wird mittels MAGNETOMAT sichergestellt.

Auf einer Ölbohrinsel kann es auch vorkommen, dass eine schon benutzte Stange überprüft werden muss, ob diese nochmals verwendet werden kann. Auch für diesen Fall bietet FOERSTER die passende Lösung: mit dem mobilen MAGNETOSCOP und DEFECTOSCOP kann das Ölbohrgestänge zu jederzeit und an jedem Ort einer Prüfung unterzogen werden. Wir machen Qualität sichtbar – auch unter widrigsten Bedingungen.