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Innovative Prüfung trifft auf kundenindividuelle Lösung

Stahl- und Walzwerke sehen sich mit steigenden Qualitätsanforderungen konfrontiert, für deren Nachweis Prüfungen nach internationalen Normen oder individuellen Vereinbarungen erforderlich sind. Speziell zum Nachweis und der Bewertung von laminaren Ungänzen in Grob- und Dickblechen mittels Ultraschall bietet FOERSTER das Prüfsystem DEFECTOPLATE an.
Dabei überzeugt das System durch ein modulares Anlagenkonzept, in dem einsatzerprobte Komponenten auf die lokalen Bedürfnisse abgestimmt werden können, um rentabel ein Höchstmaß an Funktionalität und Prozessstabilität zu erreichen. Abhängig vom Produktionslayout und den Anforderungen stehen verschiedene Konzepte zur Verfügung, so dass die Prüfanlagen entweder oberhalb des Rollgangs (Prüfung von oben) oder in diesen integriert (Prüfung von unten) ausgeführt werden können. Je nach Konzept erfolgt die Prüfung des gesamten Blechs in einem Durchlauf oder durch spurweises Abfahren der Oberfläche am stehenden Blech.
Die mittels Ultraschall aufgenommenen Rohdaten von laminaren Ungänzen im Material werden in der Prüfelektronik vorverarbeitet und zur Bewertung an die Auswertesoftware übergeben. Zusätzlich ermöglicht das System die vollautomatisierte Bewertung nach diversen internationalen Normen sowie durch den Anlagenbetreiber definierbare Prüfstandards. Sollte ein Blech den gestellten Qualitätsanforderungen nicht genügen, können wiederholte Bewertungen nach anderen Normen auf Basis der gespeicherten Prüfdaten durchgeführt werden, ohne dass das Blech nochmals geprüft werden muss, wodurch das erneute Handling des Bleches entfällt.

Ihre Vorteile im Überblick

  • Automatisierte Datenaufnahme zum Nachweis laminärer Ungänzen im Material über die gesamte Blechbreite in einem Prüfdurchlauf
  • Hohe Prüfkapazität von ca. 720 Blechen / Tag
  • Auswertesoftware ermöglicht automatische und reproduzierbare Prüfungsdokumentation entsprechend internationaler bzw. individuell definierter Standards
  • Möglichkeit der offline Nachbewertung unter Anwendung verschiedener Prüfnormen mittels Auswertesoftware. Dadurch entfallen wiederholte Inspektionsläufe und die Handhabung wird vereinfacht
  • Mit geprüftem Material können Premiummärkte adressiert und ein höherer Umsatz erzielt werden
  • Einsparung von Produktionsressourcen durch die Verwendung des Prüfsystems als Prozessüberwachungs- und Optimierungswerkzeug

Technische Daten

Ultraschallelektronik und Ausrüstung: FOERSTER Ultraschallelektronik, FOERSTER Auswertesoftware
Sender/Empfängerprüfköpfe: S1E1 / S1E3 / S1E4, 5 MHz
Prüfgeschwindigkeit: ≤ 1000 mm/s
Schussabstand: 1 mm (bei max. 1000 mm/s)
Prüfempfindlichkeit: KSR2, KSR3
Totzonen:
(Richtwerte, abhängig von Reflektorgröße und Tiefenlage)
ca. 1,5 mm beidseitig
Ungeprüfte Randbereiche (Je nach Anlagenkonzept und Ausführung können sich abweichende

Ungeprüfte Randbereiche:
(Je nach Anlagenkonzept und Ausführung können
sich abweichende Werte ergeben)

▪ Längskanten mit Prüfung ≤ 5 mm bei geschnittenen Blechen / ≤ 15 mm bei ungeschnittenen Blechen
▪ Querkante ohne Kopf-/Fuss-Prüfung ≤ 80 mm
▪ Querkante mit Kopf-/Fuss-Prüfung ≤ 5 mm (nur bei geschnittenen Blechen)
Werkstoffe: Niedriglegierte, ferritische Stähle
Blechabmessungen:
(Richtwerte, abweichende Werte nach kundenspezifischer Spezifikation)
Länge 3.000 – 52.000 mm, Breite 900 – 5.400 mm, Dicke 5 – 175 mm
Blechtemperatur: Oberfläche 5 – 120 °C, optional bis zu 200 °C
Blechzustand: ▪ Oberfläche walzrau und frei von Schmutz, Öl, Fett, Farbe sowie losen Verunreinigungen und losem Zunder
▪ Möglichst frei von Welligkeit und Randverformungen (Einzug und Grate vom Schnitt bzw. Rückstände vom Brennschnitt)
▪ Maximale Schieflage eingeschränkt

Normen

JIS G 0901

beschreibt die Ultraschallprüfung von Stahlplatten für Druckbehälter.

AS 1710-2007

beschreibt das Verfahren der Ultraschallprüfung von Kohlenstoff- und niedriglegiertem Stahlblech sowie Universalprofilen und definiert eine Qualitätsklassifizierung.

ASME SA 435

spezifiziert die Ultraschallprüfung von Stahlplatten mit Senkrecht-Prüfkopf.

ASME SA 578

spezifiziert die Ultraschallprüfung von gewalzten Stahlplatten für Spezialanwendungen mit Senkrecht-Prüfkopf.

ASTM A 435

umfasst die Standard- und Akzeptanznormen für die Ultraschallprüfung mittels Puls-Echo-Verfahren mit Senkrecht-Prüfkopf von gewalzten, vollständig beruhigten Kohlenstoffstahlplatten sowie legierten Stahlplatten.

ASTM A 578

umfasst die Standard- und Akzeptanznormen für die Ultraschallprüfung mittels Puls-Echo-Verfahren mit Senkrecht-Prüfkopf von gewalzten und legierten Stahlplatten.

BS 5996:1993

definiert Akzeptanzniveaus für Ungänzen in Stahlblechen, Band und Breitflachstahl, basierend auf Ultraschallprüfungen.

DNV OS-F 101

enthält Kriterien und Leitlinien für die Fertigung, Montage, Prüfung, Inbetriebnahme und Wartung von Rohrleitungssystemen. Dabei wird eine vollständige Ultraschallprüfung von Platten und Bändern sowie Rohrkörper auf laminäre Ungänzen empfohlen und deren Anforderungen definiert.

EN 10160

beschreibt die Ultraschallprüfung von Flacherzeugnissen aus Stahl mit einer Dicke größer oder gleich 6 mm (Reflexionsverfahren).

EURONORM 160-85

beschreibt die Ultraschallprüfung von Stahlblechen mit einer Dicke größer oder gleich 6 mm (Reflexionsverfahren).

GB/T 2970-2004

beschreibt das Verfahren der Ultraschallprüfung für Dickblech aus Stahl.

GOST 22727-1988

beschreibt Ultraschall-Prüfverfahren für gewalztes Blech.

ISO 10893-9

beschreibt die automatisierte Ultraschallprüfung von Band bzw. Blech, das für die Produktion geschweißter Stahlrohre eingesetzt wird, zum Nachweis von Dopplungen.

ISO 17577

beschreibt die Ultraschallprüfung von Flacherzeugnissen aus Stahl mit einer Dicke gleich oder größer als 6 mm.

ISO 3183

spezifiziert die Anforderungen und Prüfverfahren von Stahlrohren für Rohrleitungstransportsysteme der Erdöl- und Erdgasindustrie.

JB 4730-1994

spezifiziert fünf zerstörungsfreie Prüf- und Defektklassifizierungsverfahren, u.a. die Ultraschallprüfung für Rohstoffe, Ersatzteile und Schweißnähte von metallischen Druckbehältern.

JIS G 0801

beschreibt die Ultraschallprüfung von Stahlplatten für Druckbehälter.

NF A04-305

beschreibt die Ultraschallprüfung von Flacherzeugnissen aus Stahl mit einer Dicke größer oder gleich 6 mm (Reflexionsverfahren).